Prophetie:
Die Prophetie oder Prekognition
kennt die Zukunft oder Ausschnitte der Zukunft. Solche Sachverhalte können
nicht erschlossen werden. Sie überkommen den zur Vorhersage befähigten
Menschen plötzlich als Visionen, Ahnungen oder auch Wahrträume. Es
handelt sich um das Vorauswissen eines zukünftigen Ereignisses, für
das im Augenblick der Voraussage keine zureichenden Gründe bekannt
sind.
Sie erscheint als Gabe aus einer
sphärischen Höchststufe, die nur Menschen zuteil werden, deren Ethos
im Einklang mit den ewigen Gesetzen der Natur steht. Die mit der Prophetie
verbundene Inspiration kann aber auch einem negativen satanischen Prinzip
verfallen. Die Menschen pflegen sich vor allem in Zeiten der Not und
Ausweglosigkeit an Prophezeiungen zu klammern. Beliebt sind Prophezeihungen, die
durch die Phantasie des einzelnen weiter ausgeschmückt werden
können.
Wahrträume:
Auch im Traum können paranormale
Erlebnisse wie Telepathie oder Prophetie verarbeitet werden. In prophetischen
Träumen werden Ereignisse erlebt, die wirklich eintreten. Telepathische
Träume vermitteln Inhalte, die sich gleichzeitig abspielen, ohne daß
der Träumende davon wissen konnte. Es geht beim Wahrtraum um die seelische
Fernwirkung, um die Kunde, um Voraussagen über Personen und Orte. Medial
veranlagten Menschen soll es möglich sein, im Traum die Gedanken anderer zu
erfahren. Selbstmord und Traum hängen zusammen. Der Tod wird häufig
vorhergeträumt.
Ebenso häufig wie prophetische
Träume treten telepathische Träume auf. Bei sensibel aufeinander
abgestimmten Eheleuten kann es leicht zu gleichen Trauminhalten kommen; denn auf
dem Boden gemeinsamer Konflikte, Sorgen und Bedürfnisse vermag das
Unbewußte auch gleiche Träume zu produzieren.
Stigmatisation und
Bilokation:
Stigmatisierte sind Träger der
Wundmale Christi. Manche Forscher sprechen auch von Ideolplastik, das
heißt von einem Wirklichkeit-werden von Ideen und Vorstellungsbildern. Zur
Stigmatisation befähigte Menschen haben physiologisch gesehen ein
überempfind-liches Nervensystem und reagieren auf seelische oder
äußere Erregungen mit bestimmten Stigmen, wie
Organveränderungen, Hautrötung oder Krampf. Sie neigen zu Ekstase und
Bedürfnis-losigkeit und erleiden im besonderen Falle die
Kreuzigungsgeschichte mit ihren Begleiterscheinungen. Ihre Wunden an den
Händen, an den Füßen und am Kopf schmerzen, eitern aber nicht
und lassen sich durch Wundversorgung nicht heilen.
Bereits der heilige Franz von Assisi
soll Wundmale besessen haben. Seit jener Zeit wurden im europäischen
Bereich über 300 Fälle von Stigmatasition verzeichnet. Man darf
annehmen, daß es sich hier um ein völlig unbestrittenes Phänomen
handelt, das auch außerhalb religiöser und konfessioneller
Situationen auftritt.
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