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Die wichtigsten PhänomengruppenDer Bereich der okkulten Erscheinungen
umfaßt eine Reihe von Phänomengruppen. Wenn auch viele dieser
Phänomene als unecht entlarvt oder zum Teil entlarvt worden sind und
außerhalb der Parapsychologie als exakter Wissenschaft liegen, so sind sie
hier und da doch mit allen Konsequenzen im Bewußtsein vieler Menschen
lebendig. Sie spielen im Leben des einzelnen, bei der zwischenmenschlichen
Begegnung, in Gemeinschaften und im Leben der Völker zuweilen eine
große Rolle. Jedem sind derartige Erlebnisse bekannt.
Telepathie:
Im Volksmund versteht man darunter
Gedankenlesen, also Gedankensenden und Gedankenempfangen. Im strengen Sinne
betrachtet, handelt es sich um die Übertragung von Vorstellungs- und
Gedankeninhalten auf eine andere Person ohne Benutzung der normalen
Sinnesorgane. Die Entfernung spielt dabei keine Rolle. Es kann um Gedanken,
Bilder, Gefühle oder Empfindungen bewußter, aber auch
unbewußter Art gehen. Solche plötzlich eintretenden telepathischen
Übertragungen scheinen den Zustand herabgesetzter
Bewußtseinstätigkeit zu bevorzugen.
Wenn die Klarheit und Schärfe des
Denkens und Urteilens nachlassen, wird das Bewußtsein für solche, die
Ebene des Unbewußten beherrschenden Inhalte durchlässig. Sie
vollziehen sich mit Vorliebe in Traumbildern, Visionen und plötzlich
auftretenden Gewißheiten. Es ist nicht immer leicht, Telepathie vom
Hellsehen zu unterscheiden. Sie gilt aber als direktes Kontaktmittel von Seele
zu Seele als erwiesen. Es gibt telepathische Gespräche, telepathische
Übertragungen, sinnliche Empfindungen und Todesankündigungen,
telepathisch inspirierte Zeichnungen, Schlafzustände und suggestive
Fernbeeinflussung schlafender Patienten.
Auch die psychometrische Telepathie
muß erwähnt werden. Darunter ist die Fähigkeit zu verstehen, an
Hand eines Gegenstandes Aussagen über den Besitzer zu machen. Darüber
hinaus können auch Menschen geschildert werden, durch deren Hände der
betreffende Gegenstand gegangen ist. Früher nahm man an, der Gegenstand
würde die Erlebnisse speichern und das Medium brauche sie lediglich
abzulesen. Bei der Psychometrie ist diese Speicherungstheorie aber
unhaltbar.
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