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Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Methode:
Mit dem Okkultismus alter Prägung
hat diese junge Wissenschaft nur noch den Ausgangspunkt gemeinsam. Der
Okkultismus lebt natürlich wie alle anderen vorkritischen Strömungen
und abergläubischen Lebenseinstellungen in manigfaltigem Gewand weiter. Er
muß es sich aber gefallen lassen, von der Parapsychologie kritisch unter
die Lupe genommen zu werden. Sie übernahm den Auftrag der allgemeinen
Psychologie zur Ergründung des Seelisch - Geistigen im Menschen. Sie
weitete ihn auf jene körperlichen und seelischen Vorgänge aus, die in
die gültige wissenschaftliche Systematik der allgemeinen Psychologie nicht
eingeordnet werden können. Sie beruht auf genauer Beobachtung der
Phänomene, auf Vergegenwärtigung, angemessener Formulierung der
Beobachtungen und auf dem Experiment, verbunden mit der Statistik. Das
Experiment stellt hier nicht wie in der normalen Psychologie einen
willkürlichen und planmäßigen Eingriff dar.
Es muß sich der einmaligen und
meistens unwiederholbaren Situation anpassen, in der sich die
außersinnlichen Erfahrungen darbieten. Als Erfahrungsquelle dienen
Berichte und eigene Beobachtungen. Es ist nur selten möglich, ein
Phänomen sachlich einwandfrei zu rekonstruieren. Weil im Bereich des
Seelischen jeder Teilbereich von dem anderen und vom Ganzen mitbestimmt ist,
muß immer in Hinblick auf den ganzen Menschen und die besondere Art des zu
untersuchenden Phänomens vorgegangen werden. Die einzelnen Ergebnisse
können dann allerdings statistisch miteinander verarbeitet
werden.
Aber die wissenschaftliche
Beschäftigung mit okkulten Erscheinungen setzt noch etwas anderes als nur
kontrollierbare Methoden voraus. Das Verständnis für metaphysische
Zusammenhänge und für Symbole, in der sich seelisches Geschehen zu
kleiden liebt, bewahren sie vor einem Materialismus, der alles leugnet, was
nicht den bekannten, klassischen Naturgesetzen entspricht. Wem es an Ehrfurcht
vor dem Unerforschten fehlt, wird gerade in diesen Bereichen vor einem
verworrenen Geschehen stehen und ihm keine sinnvollen Erkenntnisse abzugewinnen
vermögen; denn vorausgesetzt wird hier ein einfühlendes Wissen, das
man, wie bei jeder tiefen Wissenschaft, auch erleben muß, wenn nicht nur
Formeln, Worte und Definitionen übrigbleiben soll. Quantität und
Qualität, Zahl, Maß, Einfühlung und Intuition müssen sich
ergänzen.
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